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Second Hand Immobilie

Second Hand Immobilie

 

Mieten ist out, kaufen ist in. Statt zu bauen geht der Trend hin zum Kaufen, was mit unter daran liegt, dass es in Ballungszentren kaum noch freie Bauplätze gibt. Doch auch der Zeitfaktor spricht häufig für den Kauf. Nicht zuletzt spielt bei vielen Bauherren bzw. Käufern insbesondere der Charme eines Altbaus eine große Rolle. 

Unabhängig vom Beweggrund, sollte man seine Kaufentscheidung gut überdenken. Jedes Haus hat seine Geschichte und Macken, die nicht immer offensichtlich sind. Daher empfiehlt sich vor jedem Kaufabschluss ein Baugutachten vom Sachverständigen erstellen zu lassen. Die Kosten für einen Bausachverständiger orientieren sich an der Größe eines Objektes und sind von Region und Anbieter unterschiedlich. Als Richtwert sollte man grob mit ca. 400 Euro planen. 

 

Auf was Sie alles achten sollten, erfahren Sie hier:

 

* Bausubstanz prüfen lassen (feuchtes Mauerwerk, morsche Holzbalken, Risse in der Fassade)

* Energieausweis vorlegen lassen (dieser gibt wichtige Hinweise zum Energieverbrauch bzw. –bedarf des Gebäudes und enthält Angaben zu den Baujahren der eingesetzten Haustechnik. Daraus können empfehlenswerte Modernisierungsmaßnahmen abgeleitet werden. Der Verkäufer ist gesetzlich verpflichtet einen Energieausweis vorzulegen.)

* Wasserleitungen sowie Stromleitung überprüfen lassen

* Dach prüfen (fehlen Ziegel, sind Regenrinne und Fallrohre dicht)

* Außenanlage anschauen (müssen hohe Bäume gefällt werden)

* Gesundes Kellerklima (riecht es nach Schimmel)

* Formulierungen in Kaufverträgen wie „gekauft wie gesehen“ sind mit Vorsicht zu genießen. Diese Formulierung schließt die Gewährleistung vom Verkäufer für etwaige Mängel nach dem Kauf aus.

 

Jedes Baujahrzehnt hat für sich typische Schwächen, welche wir zusammengefasst haben:

 

Haus aus den 70er und 80er Jahren:

Durch den vermehrten Einsatz von Beton entstanden neue Schwachstellen, und zwar sogenannte Wärmebrücken sowie mangelhafte Lüftung. Doch auch der Schallschutz sowie die Dämmung aus diesen Jahrzehnten entsprechen nicht den heutigen Standards. 

 

Haus aus den 60er Jahren:

Diese Häuser weisen eine verbesserte Bauphysik auf und genießen somit eine gute Stabilität. Es wurde begonnen mit Beton zu bauen und Drainagen zu legen. Allerdings ist insbesondere die Dämmung eine große Schwachstelle dieser Häuser.

 

Haus aus den 50er Jahren:

In dieser Nachkriegszeit standen wieder mehr Materialien zur Verfügung, welche jedoch aus heutiger Sicht gesundheitsschädlich sind. So wurde gerne mit teerhaltigen Baustoffen, Asbest, Holzschutzmitteln sowie Mineralwolle gearbeitet. Häuser aus den50er Jahren weisen häufig bauphysikalische und bauchemische Probleme auf. 

 

Haus aus den 30er und 40 Jahren:

Die Spuren des Krieges sind nicht zu übersehen. Durch den allgemeinen Mangel wurde teilweise sparsam gebaut, teilweise  schlechter Werkstoff verwendet. So wurde vermehrt auf Sommerholz zurückgegriffen, welches stärker von Schädlingen befallen war.  Demnach empfiehlt sich vor allem den Dachstuhl zu überprüfen, ob die Tragfähigkeit noch gegeben ist. 

 

Unabhängig vom Baujahrzehnt empfehlen wir generell folgende Schritte nicht zu vergessen: 

 

* Kostenaufstellung aller potenziell anfallenden Kosten für Sanierungsarbeiten

* Blick ins Grundbuch werfen, denn man erhält Auskunft über den Eigentümer und über das Grundstück, in wie weit es mit einer Grundschuld belastet ist

* Blick ins Baulastenverzeichnis, um Auskunft über Verpflichtungen des Eigentümers zu erfahren, z.B. bzgl. Abstandsflächen zum Nachbargrundstück. Diese sind für eventuelle Anbau- oder Umbaumaßnahmen relevant.

 

Wenn auch Sie einen Altbau im Visier haben und diesen Sanieren bzw. Modernisieren möchten, dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung. Wir freuen uns auf Sie!

 

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